Der BUME Blog 2018 – Einmal Eis und zurück

Muahahah, ja das wird der Eintrag für das BUME Wochenende 2018.

Es begann mit Besuch bei mir daheim. Meine geliebte Patenkind Mama kam bereits am Donnerstag zu uns rüber (zwecks Urlaub, Basteln, Ausspannen und gemeinsam die EinTagesReise zur Buchmesse nach Leipzig vorzubereiten). Es wurde wahrlich sehr entspannend. Wirklich was gemacht haben wir nicht, außer noch etwas fürs Wochenende einzukaufen und drei Striche zu zeichnen. Ansonsten war gnadenloses Herumfaulen angesagt. Am Freitag holten wir dann unser Mietauto ab und nutzten die Gelegenheit gleich noch für eine kleine Tour durch die Stadt mit anschließendem SHOPPIIIIIING.

So viel dazu. Dann kam der seit letztem Jahr erseeeehnte Samstag. Die Fahrt zur Buchmesse. Lang ersehnt meinerseits vor allem deswegen, weil die Buchmesse tatsächlich die einzige Gelegenheit für mich ist überhaupt mal Auto zu fahren. Ich liebe Auto fahren, aber ich hab keins. Nie gehabt. In Berlin ist der Besitz eines Autos, wenn man einigermaßen gut angebunden wohnt, auch absolut unnütz. Kostet Geld und Nerven, es gibt einfach keinen Parkplatz (Ohne Witz, es gibt einfach keine. Habs versucht, konnte keinen finden) und man kommt mit den Öffis, so sie denn alle funktionieren, innerhalb einer halben bis dreiviertel Stunde nahezu überall hin. Aber einmal im Jahr ist es drin sich ein Autolein zu mieten und auch dieses Mal habe ich da ehrlich drauf hin gefiebert. Dieses Mal wurde es ein grauer Golf 7. Diesel. Schickes Ding. Fuhr auch richtig gut. Samstag Früh um 6 also alle drei ab ins Auto und los ging es. Bluetooth sei Dank versorgt mit bester Musik vom Handy, extra für dieses Event zusammengesucht (wir stehen gerade auf Piraten, also gab es Shanties, Sauflieder, ein bisschen Steampunk und zum wach werden Dubstep mit ordentlich Tempo.

Eine angenehme Fahrt mit wenig Verkehr und gar keinem Stau. Gut, dass wir so früh los sind. Dann ein Päuschen mittendrin. Das war schon weniger gut, den kurz vor unserer Pause hatte sich die Fahrbahn deutlich verändert. Zu schneeig, matschig, zugeweht vom Straßenrand. Ja meine Güte wer hatte denn auch den Schnee bestellt?

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Irgendwie waren wir der „Club der Invaliden“. Kaputter Rücken, kaputter Fuß und bei mir zwei kaputte Knie. Jaaa, das würde siiicherlich lustig werden auf der Messe. Aber egal wir wollten da hin und fertig. Das bisschen Schnee würde uns nicht aufhalten! NIEMALS!

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SO sah dann die Zufahrt zum Messegelände aus. Und glaubt mir, die Autobahn davor war nicht wirklich besser. Geil oder? Aber immerhin kamen wir an. Um neun Uhr trudelten wir auf dem äh…Parkplatz, Schneepiste? Weißer Fläche für Autos… ein und hatten laut Navi unser Ziel erreicht. Feini. Viele, viele Andere taten das wohl nicht dank vereister Verwehungen an Weichen und Gleisen rund um Leipzig. Es war auch einige Stunden später doch deutlich leerer auf der Messe als die Jahre davor. Umso besser für uns. Man kam an alle Stände gut ran und es gab nicht viel Gedränge. Erst am Nachmittag wurde es dann voller, doch da waren wir mit dem Meisten schon fertig. Die Eindrücke der Messe waren wieder wunderbar vielfältig und man konnte an allen Ecken und Enden stöbern ohne Unterlass. Entsprechend voll wurden dann langsam die Taschen. Man kann doch aber auch nicht die armen Bücher einfach nur kurz anschauen und danach liegen lassen, wer tut denn sowas? Ein Exemplar bekamen wir dann sogar signiert, worüber ich mich immer sehr freue. Es macht das Buch doch gleich zu etwas persönlicherem.

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Nach einigen Stunden und einigen Runden durch die Hallen hieß es dann langsam wieder heimwärts fahren. Dank unserer verschiedenen Gebrechen an diesem Tage konnten wir einfach nicht länger bleiben. Somit verpassten wir den Aufstand in Halle drei um gut eine Stunde. War auch ganz gut so.

Auf dem Rückweg waren die Straßen direkt um die Messe herum gefühlt die Hölle auf Erden, zumindest für jemanden der nur ein Mal im Jahr Auto fährt.

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Erfreulicherweise waren die Autobahnen dann aber sehr schön frei. So konnten wir ordentlich Strecke machen und dem richtig miesen Wetter davonfahren (Berlin, kalt aber SONNENSCHEIN – Leipzig, kalt und Schnee).

Bis kurz vor Berlin war dann auch alles prima. Bis mir bei Tempo 120 im Oberkiefer die Wurzelbehandlung durchbrach und wir das Navi spontan auf die nächste geöffnete Zahnklinik umprogrammierten. Tja so viel zum Invalidenclub. Front vom Backenzahn mal eben weg. Ein Glück war der Zahn schon stillgelegt, andernfalls hätte ich wohl zum Abschluss noch die Karre in die Walachei gesetzt, aber so richtig. So konnte ich die letzten 80 Kilometer noch ungehindert fahren und mich beim Zahnarzt rechtzeitig auf die Liege packen. Ganz toll. Aber zu Hause angekommen wurden die Schätze begutachtet und zum gemächlichen Ausklang noch lecker beim Inder bestellt. So war der Tag dann doch einfach nur perfekt.

 

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Weihnachtsgeschenk mit gutem Nutzen 

Von meiner Liebsten habe ich zu Weihnachten dieses schicke Notizbuch bekommen. Klein und praktisch. Die Seiten innen kann man austauschen und das Gummiband hat sogar einen Kantenschutz. Ich habe es gleich eingeweiht und benutze es ab jetzt für neue Ideen, spontane Einfälle und als kleines Mindmap für neue Bücher und Geschichten.

Meine zweite Veröffentlichung rückt näher!

Bald ist es im Briefkasten. Das zweite Buch, in dem ich eine meiner Geschichten veröffentlichen konnte. Ich freue mich schon sehr darauf es in Händen zu halten.

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Grauen in der Dunkelheit“ ist die zweite Anthologie, in der ich eine meiner Kurzgeschichten unterbringen konnte. Ein wirklich tolles Gefühl, auch wenn es nur eine sehr kurze Geschichte ist. Das gute Stück basiert auf dem Albtraum meiner Freundin. Eines Morgens erzählte sie mir ganz aufgewühlt von ihrem Traum und ich versprach ihr, mehr scherzhaft als ernst gemeint, ihr daraus eine Geschichte zu machen. Als der Aufruf zu der Anthologie auf Sarturia kam war das die Gelegenheit, das Versprechen in die Tat umzusetzen. Ich hatte mir nicht viel davon erhofft, als ich auf absenden klickte, doch wurde die Story angenommen. Umso mehr freue ich mich jetzt darauf, sie in Händen zu halten und meiner Freundin beim lesen zuzuschauen.

NaNoWriMo

Der Nano ist geschafft. Es war hart, viele Tage wurden Nullrunden und auf den letzten Drücker wurde noch geschrieben wie verrückt. Doch am Ende zählt das Ergebnis und auf das bin ich sehr stolz. Der erste NaNoWriMo und ich habe das Ziel erreicht.

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Ob ich im nächsten Jahr noch einmal mitmache weiß ich noch nicht. Es ist wirklich umfangreich, wenn man nebenbei noch arbeiten geht. Streckenweise habe ich im Bus auf dem Handy weiter geschrieben um nicht zu viel Ausfall zu haben. 1700 Wörter am Tag war eben nicht immer zu schaffen. So sammelte sich zum Schluss ganz schön was zusammen und die letzten drei Tage wurde dann richtig Gas gegeben.

Nachdem das Werk gespeichert und abgegeben war hieß es dann erst einmal Pause vom Schreiben. Mein rechter Arm dankte es mir, der tat mal eben zwei Wochen lang weh. Sehnenscheidenentzündung? Wohlmöglich. Aber so lernt man dazu. Den nächsten Roman in 30 Tagen werde ich NICHT auf einem 10 Zoll Netbook schreiben. Auf gar keinen Fall! 😉

Ich freue mich schon auf das nächste Mal und auf viele neue Begegnungen mit anderen Nano Writern aus der ganzen Welt.

Das erste Wochenende 

Die ersten zehntausend Wörter sind geschafft. Und damit die erste selbsterdachte Belohnung… Ein Schaumbad. Tat gut so als kleine Unterbrechung. Wirklich problematisch zu schreiben ist es nicht. Die Idee steht und die Story ist gut im Fluss. Nur das Material drumherum macht Kummer. Auf einem Netbook zu schreiben geht schon arg auf die Handgelenke, im ständigen Wechsel zwischen der integrierten kleinen und einer großen USB Tastatur. Dazu Positionswechsel. Mal am Schreibtisch, auf dem Bett liegend oder sitzend, die Katze immer in der Nähe als flauschig purrende Ablenkung. Irgendwann finde ich noch die perfekte Lösung. Hoffentlich vor der Sehnenscheidenentzündung.

Die ersten Tage sind geschafft

Tag 1 NaNoWriMo

Der Start in die Geschichte war überraschend gut. Okay, zuerst habe ich nach einem langen Arbeitstag abends um Sieben vor dem Laptop gehangen und mein Lieblingsproblem erörtert. Der erste Satz. Aber nach gut zwanzig Minuten war er da und ab da floss es dann recht gut. Überrascht hat mich wie gut ich in die Geschichte meiner Protagonistin hinein gefunden habe, obwohl mir ausgedehntes Schreiben eigentlich nicht besonders liegt. Ich schreibe Kurzgeschichten und mit kurz meine ich kurz. Viel Geschichte verpackt in zwei oder drei Din A4 Seiten. Da ist etwas so Großes schon eine Herausforderung.

Geschafft habe ich es dennoch. Das Tagesziel beim NaNoWriMo um auf 50000 Wörter zu kommen liegt bei 1667 Wörtern pro Tag. Mein selbstauferlegtes Ziel sind 2000 pro Tag oder mehr, zum einen um einen Puffer zu haben für Tage an denen ich überhaupt nicht zum schreiben komme, zum anderen weil ich mehr schaffen WILL als 50000 Wörter.

Und am ersten Tag habe ich das auch erreicht. 2102 Wörter zum Einstieg. Kein schlechtes Gefühl. An Tag zwei holte mich dann auch gleich der Alltag ein. Ich kam wieder spät und reichlich schlecht gelaunt von der Arbeit und habe zu Hause erst mal ordentlich Zeit vertrödelt ehe ich überhaupt am Rechner ankam. Im Ergebnis dennoch fast das persönliche Ziel erreicht aber zäh wie Kleister. 1911 Wörter in dreieinhalb Stunden. Und viel zu spät im Bett gewesen, was aber zur Zeit egal ist, da ich sowieso nicht schlafen kann (und ja es liegt am Mond und nein ich glaube nicht daran dass der Vollmond uns Menschen nicht beeinflusst).

Tag drei war dann etwas entspannter als die ersten zwei. Früher zu Hause und den Haushalt geschmissen, lecker gegessen und ran an den Laptop. Heraus kamen nur 1173 Wörter, was aber daran liegt, dass ich bis um Mitternacht den Zähler update. Das Wochenende wird hoffentlich ertragreicher.

Alles in Allem muss ich sagen ist die Herausforderung einen langen Text zu schreiben, der im besten Fall auch noch spannend ist und Struktur hat, recht gut angelaufen und ich freue mich schon auf einiges mehr. Besonders schön ist für mich dabei den Fortschritt zu sehen. Da ich direkt in einer Scrivener Datei mit vorbereiteten Kapiteln schreibe kann ich quasi richtig zusehen, wie sich die Kapitel füllen. Irgendwie ist man dann schon stolz auf das, was man da so aus dem Nichts hingetippt hat.

An Alle lieben Nanos dort draußen. Weiterhin viel Erfolg und haut ordentlich in die Tasten, Griffel, Federn, Schreibmaschinen, Kugelschreiber, Bleistifte, Fingerfarben……………….

Vorbereitung Meinerseits

Das Bullet Journal, in meinem Fall ein Notizbuch mit Linien und reichlich Seiten. Wer weiß was so alles rein kommt. Auf jeden Fall ist dort mein Word Counter drin, handschriftlich macht es eben am meisten Spaß.

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Plus ein kleines Stimmungstagebuch um am Ende zu sehen wie es mir ergangen ist und wo die schlimmsten Knackpunkte lagen. Da ich unglaublich vergesslich bin schreibe ich mir das lieber für die folgenden Jahre auf.

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Und die Hauptperson in diesem Krimi: Meine Scrivener Datei. Durchgeplant und gut gefüllt mit den Charakteren, Orten und den einzelnen Kapiteln. Nun fehlt nur noch der Inhalt aber da geht es ja erst heute um Mitternacht so richtig los. Ich freue mich darauf.

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NaNoWriMo 2017 >Der Start<

Heute ist es soweit.

Ich starte in meinen ersten NaNoWriMo. Den National Novel Writing Month.

Darauf gebracht, dass es so etwas überhaupt gibt, hat mich meine beste Freundin. Auch sie nimmt teil und ich bin schon gespannt auf die Zeit die auf uns zukommt. Immerhin ist es nicht einfach neben dem Berufsleben jeden Tag um die 1700 Wörter zu schreiben (die im besten Fall auch noch am Ende eine gute Story ergeben). Aber die Motivation ist da und steigt stündlich. Alles ist vorbereitet. Die Scrivener Datei mit Charakteren, Schauplätzen und den Namen der Kapitel steht bereit und wird brav auf USB Stick gesichert, das Bullet Journal ist startklar mitsamt Wortzähler und reichlich Platz um Ideen und Konflikte auszuloten, das extra angeschaffte Arbeitsbuch für Schriftsteller füllt sich Seite um Seite und Kaffee ist genug da. Es kann also losgehen. Wirklich schön ist dabei, dass es auf Facebook, Twitter und der Nano Hauptseite reichlich Gruppen gibt, bei denen man sich mentale Unterstützung holen oder sich auch zwischenzeitlich einfach mal ausheulen kann (Ich ahne schon, dass das geschehen wird…Schreibblockaden kommen bei mir immer aus dem NICHTS).

Ich werde versuchen zumindest alle paar Tage eine Art kleines Tagebuch hier im Blog zu führen. Ich bin ja gespannt ob ich einen guten Rhythmus zum schreiben finden werde. Herzblut und Ideen sind auf jeden Fall schon mal da.

Allen die auch am NaNoWriMo 2017 teilnehmen wünsche ich viel Erfolg, viele Ideen und immer einen spitzen Bleistift.

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National Novel Writing Month

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Zum ersten Mal dabei und jetzt schon ultramotiviert. Dabei geht es erst im November richtig los. Die Idee finde ich richtig super. Ein Zusammenschluss von Leuten, die sich einen Monat lang dem Schreiben widmen und dabei sehen können wie viel sie geschafft haben. Es geht hierbei nicht um vollendete Werke sondern einfach um das Schreiben an sich, um Menge und Ideen. Und das finde ich persönlich richtig motivierend. Allein durch die Anmeldung und das Einrichten meines Accounts habe ich schon so viel spontane neue Ideen zu bestehenden Projekten meinerseits gehabt, dass ich nun hier sitze und vor mir ein Berg Notizzettel herumliegt mit Stichworten was ich zu welchem Projekt noch tun und machen will. Meine alte Buchidee (thematisch reicht sie für einen Dreiteiler) liegt ausgedruckt vor mir und freut sich lachend auf Überarbeitung und Start in die Schreiberei.

Oh ja ich freue mich auf den November und sammle schon Einfälle dazu. Hoffentlich machen richtig viele Leute mit. Beim Webcast auf Youtube habe ich auch noch gleich drei Schreiberlinge wie mich kennengelernt und das richtig spontan und sehr nett. So soll es sein. Vernetzt euch! Lernt Menschen kennen. Was gibt es denn Besseres als einen Haufen Leute, die einem in der Not mal mit dem Plot weiterhelfen können? Leute die selbst das Schreiben lieben und sich gerne miteinander austauschen? So viele Ideen, Anregungen, Tipps…ein wahrer Fundus an Wissen. Wer braucht da noch teure Bücher über Themen wie „wie werde ich Autor?“ oder „wie finde ich einen guten Plot?“ Nicht suchen. Machen! Die besten Einfälle kommen von ganz allein. Raus in die Welt und sich umsehen. Immer die Augen auf und schon ist sie da! Die einzigartige Idee, der Witz um den sich die Geschichte deines Lebens ranken kann! Der Alptraum, der sich zur besten Horrorgeschichte aller Zeiten entwickelt!

Macht mit beim NaNoWriMo 2017!

https://nanowrimo.org

Briefe an…den Prota

Woher kommen eigentlich Ideen zu Geschichten? Das ist bei jedem Schreiber unterschiedlich. Bei mir steht zuerst einmal ein Thema, zumindest dann, wenn ich eine Geschichte für einen Wettbewerb schreibe, was ich zur Zeit oft tue. Dort sind meistens die Themen, grob oder auch detailliert, vorgegeben. Habe ich dann das Thema lasse ich es mir in aller Ruhe durch den Kopf gehen. Was könnte dabei passieren? Könnte ein Mann, eine Frau oder ein Kind damit zu tun haben? Wo möchte ich hin um ein spannendes Finale zu bekommen? Wenn ich das weiß, fange ich entweder einfach an direkt zu schreiben, oder ich mache mir einen Plan an dem ich mich entlang arbeite. Ich muss zugeben, das einfach drauflos schreiben und all das, was sich in meinem Kopf schon seit einigen Tagen wie ein Film abspielt, einfach auf Papier zu bringen, funktioniert meistens bei Kurzgeschichten deutlich besser als jede Planung, entgegen der Meinung vieler Handbücher für Autoren. Schon in meiner Facharbeit hatte ich genau dieses Problem. Je mehr ich plante umso schlimmer wurde das Ergebnis. Letzten Endes warf ich nach vier Wochen Arbeit die ganze Sache über den Haufen und fing von vorne an, schrieb einfach binnen zehn Stunden die ganze Facharbeit an einem Stück runter und bekam dafür eine 2. Besser geht es nicht.

Nun habe ich also lange über das Thema nachgedacht und im Kopf verschiedene Szenarien durchgespielt. Jetzt sitze ich hier und schreibe die Geschichte. Die Handlung fließt auf das Papier. Damit hatte ich bisher nie Probleme. Eher die Charaktere, ihre Vergangenheit, ihre Eigenarten und ihre Tiefe, die machen mir oft Probleme. Und da gab es einmal in einem der besagten Bücher für angehende Autoren einen Tipp, den ich seither benutze, wenn ich an einer Person in meinen Geschichten scheitere.

Ich schreibe ihr einen Brief.

Zu diesem Zweck habe ich mir ein eigenes Notizbuch angelegt und tue einfach so, als wäre die Person echt. Ich schreibe ihr einen Brief in dem ich ihr Fragen stelle, ihr beschreibe, wie ich sie gesehen habe. Dazu nehme ich mir auch die Zeit.. Und wenn dieser Brief fertig ist, lese ich ihn einige Male und schreibe die Antwort oder denke mir diese aus. Diese Methode hilft mir wirklich meine eigenen Charaktere besser auszuarbeiten, sie kennen zu lernen und ihnen schließlich in der Geschichte die nötige Lebendigkeit zukommen zu lassen.

Sicher, die Methode ist etwas aufwändig. Aber es lohnt sich. Und wenn eine Geschichte mal unfertig für Wochen, Monate, Jahre in einer Schublade landet, hilft einem der Brief an den Prota sehr, wieder in die Story hinein zu finden und die Geschichte zu einem guten Abschluss zu bringen.

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